Produkttest #67: „Ich liebe meinen Job! – Dachte ich jedenfalls“ von Alexandra Götze

Das Buch „Ich liebe meinen Job! – Dachte ich jedenfalls“ stammt von Alexandra Götze und wurde am 2. November 2016 bei Books on Demand veröffentlicht. Es umfasst 184 Seiten und ist für einen Preis von 5,99 € als Kindle-Edition, für 11,90 € als Taschenbuch sowie für 19,99 € als gebundene Ausgabe bei Amazon erhältlich.


Inhalt

 

Beatrice Maria Engel ist 40 Jahre alt, verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Als Personalmanagerin mit Führungsverantwortung arbeitet sie in einem internationalen Konzern, der viel fördert und immer mehr fordert. Das Budget wird reduziert, der Druck wird erhöht, wichtige Stellen werden nicht nachbesetzt und die Entscheidungen ihrer Vorgesetzten kann sie immer weniger nachvollziehen.

Beatrice kennt den Laden seit über 18 Jahren, und seit einiger Zeit betrachtet sie diese Entwicklung immer kritischer. Als Chefin, wie als Mitarbeiterin, fragt sie sich von Tag zu Tag mehr, was sie in ihrem Konzern eigentlich noch soll. Als sie sich kurz vor der inneren Kündigung befindet, muss sie sich Klarheit verschaffen. Auf Anraten eines Life Coaches beschließt sie, ein Job Tagebuch zu führen, um die Ereignisse eines Arbeitstages , ihre Gedanken und Reaktionen darin festzuhalten: Sie hat Meetings, Telefonate, Schulungen und trifft Kolleginnen zum Lunch. In jeder Stunde dieses Arbeitstages widerfährt ihr das, was Tausende und Abertausende Angestellte heute täglich erleben: Beatrice kämpft gegen unternehmerische Willkür, nicht nachvollziehbare Verhaltensempfehlungen, gegen globale Sprachbarrieren und anstrengende Teamkapriziösen. Sie begegnet den Eitelkeiten der Führungskollegen und findet sich in unsäglichen Schulungen wieder.

Als Beatrice ihr Job Tagebuch am nächsten Morgen zur Hand nimmt, ahnt sie nicht annähernd, welche Informationen darin für sie stecken…

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Über die Autorin

 

Alexandra Götze, geboren im April 1972 arbeitet als selbstständige Beraterin und Business Sparring Partner für Unternehmer und Führungskräfte im Rhein-Main Gebiet. Zuvor war sie in einem internationalen Beratungshaus fast 20 Jahre als Führungskraft für die unterschiedlichsten Themen im Personalbereich zuständig. In dieser Zeit hat Alexandra Götze so viel über Unternehmensprozesse, Beziehungsgeflechte und informelle Mächte gelernt, dass sie heute nicht umher kommt, dieses Wissen mit anderen zu teilen.

Sie erinnert sich an gut gemeinte Ratschläge von Personalentwicklern, die sie wissen ließen, „dass ihr Humor ihrer Karriere im Weg stehen könnte“ und die Bescheinigung eines Chefs, der „ihr gar nicht angemerkt hat, dass sie nicht studiert hat“. Sie hat sich bei Weiterbildungsseminaren (zwecks Vertrauensbildung) rücklings in die schwachen Ärmchen einer Kollegin fallen lassen und in Power Point Präsentationen die Farbe der „Bullets“ geändert, weil es der Verantwortliche so wollte.

Alexandra Götze war bisher Gastautorin für Bücher und Blogs von Bekannten und Kollegen und hat sich nun mit ihrem Debütroman „Ich liebe meinen Job! Dachte ich jedenfalls …“ ihrem Herzensthema gewidmet: der Selbstführungskompetenz von Mitarbeitern. In ihrer Arbeit erlebt sie heute täglich, wie sehr es Angestellten (das sind Chefs und Mitarbeiter!) hilft, Eigenverantwortung zu übernehmen und sich doch lieber selbst zu steuern, bevor es andere tun.


Meine Meinung

Ich habe hier eigentlich zunächst eine Art Sachbuch erwartet. Das Buch ist aber in Form einer unterhaltsamen Geschichte verfasst. In dem Hauptcharakter, Beatrice, kann sich wahrscheinlich jeder, der schon längere Zeit im gleichen Unternehmen arbeitet, mehr oder weniger wiederfinden. 

Der Leser wird mitgenommen auf eine Reise durch Beatrice‘ Büroalltag. Sie ist von einigem genervt. Wie es aber meist üblich ist, geht sie davon aus, dass die Ursachen für die Dinge, die sie als Problem empfindet, natürlich nicht bei ihr selbst liegen. Während sie ihr Job-Tagebuch verfasst, fängt sie dann aber doch an, sich zu fragen, ob sie nicht doch bestehende Muster durchbrechen und anders an Dinge herangehen sollte.

Beim Lesen erkennt man sich selbst doch in der ein oder anderen Situation ganz gut wieder. Man wird daran erinnert, einfach mal den Blickwinkel zu ändern und mögliche Probleme aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Vor allem zeigt das Buch, dass man die Schuld nicht immer den anderen zuschieben sollte, sondern auch mal das eigene Verhalten und die eigene Einstellung zu reflektieren.


Dieses Produkt wurde mir kostenlos für Testzwecke zur Verfügung gestellt. Dieser Umstand aber keinen Einfluss auf meine Meinung. Gefälligskeitbewertungen kommen für mich nicht in Frage.

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